Unter Fachleuten wird unter einer Vielzahl von Rissen unterschieden. Grundsätzlich handelt es sich bei Rissbildungen um Materialversagen. Dabei kann es sich beispielsweise um eine fehlerhaft ausgeführte Oberfläche, um unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten überlagernder oder angrenzender Materialien, um Risse aus dem unmittelbaren Putzgrund, oder um Gebäude-Verschiebungen etc. handeln.

Eine Auswahl der bekanntesten Rissarten:

  • Schubrisse
  • Putzrisse
  • Putzgrund bedingte Risse
  • Konstruktiv bedingte Risse
  • Geometrische Risse
  • Sackrisse
  • Schwindrisse
  • Setzungsrisse
  • usw.

Die Beurteilung der Rissbilder erfordert ganzheitliche Fachkenntnis. Dabei wird u.a. unterschieden, ob es sich bei der Rissbildung um einen rein optischen, oder vielmehr um einen technischen Mangel, der beispielsweise bei Bewegungen im Baugrund (geologische Setzungen) vorkommen kann, handelt.

Bei der optischen Beurteilung ist u.a. folgendes zu beachten: der Riss sollte aus einem üblichen Abstand, welcher sich bei üblicher Betrachtung ergibt, begutachtet werden. Dabei sind Bedingungen wie Beleuchtung, Blickwinkel, Distanz, Betrachtungswinkel, etc. in die Analyse einzubeziehen.

Bei der technischen Beurteilung ist hauptsächlich die Frage entscheidend: «Ist die übliche Gebrauchstauglichkeit und die damit verbundene erwartete Lebensdauer des Bauwerks (Mauer/Putz/Fassade, etc.) durch diesen Riss eingeschränkt? Wird die technische Funktion des Putzes / des Bauwerks durch den Riss eingeschränkt?»

 

Unter Einbezug aller Faktoren ergeben sich daraus Sanierungs- und Instandstellungsvorschläge.

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